re:view re:publica 2011

Meine Einschätzung des Phänomens re:publica:
- die re:publica ist eine offene Experimentierlocation für KOMMUNIKATION unter veränderten Bedingungen (Leitmedienwechsel)
- die Themen der Sessions/Vorträge/Workshops dienen eher zur Strukturierung und Impulsanreicherung, im Zentrum steht der kommunikative “Zwischenraum”: digital z.B. Twitter, analog viele Lounges für Gespräche + mitteilungsfreudiges Publikum
- Jean-Luc Godard hätte also seine Freude an diesem Konferenzformat, da das von ihm vermisste “zwischen” dort in epischer Breite existiert
- durch paralleles, individuelles “Multimedia”DJ-ing mittels Digicam, Smartphone etc. läuft simultan so’ne Art “tätiges Erinnern” und schafft einen riesigen, digitalen, öffentlichen Raum
Beobachtungen:
- analog und digital werden nicht als Gegensatz gesehen, sondern als Einheit (Digital ist in den Wirkungen und Folgen genauso real, wie analog)
- alle Elemente “moderner” Bildung sind integriert:
- Selbstbestimmung - Du bist die/der Regisseur/in, durch die Kreation Deiner individuellen Session-Agenda
- Mitbestimmung - Du kannst auf vielfältige Art mit- und weiterdiskutieren bzw. selber Sessions anbieten (Call for papers)
- Solidaritätsfähigkeit - Ideen und Initiativen können sich verbreiten und unterstützt/ge”liked” werden
Jörg Kaspari
@Joerg_Kaspari
